Fågelle, hervorgegangen aus der nordischen experimentellen Musikszene, ist ein wildes Aufeinandertreffen von lyrischer Schönheit und ungezügeltem, rohem Ausdruck. Hier treffen Klanglandschaften voller komplizierter Details auf radikal fragile und kraftvolle Vocals.
Ihre Solo-Live-Shows bewegen sich zwischen leisen, folkloristischen Gesangspassagen und fast orchestralen Klangwänden, die von elektronischen Störungen durchzogen werden. Songs, die auf einem Gitarrenriff aufbauen, tauchen langsam in dunkle Obskurität ein. Rural Gothic und urbanes Kunstlicht – Fågelle bewegt sich zwischen diesen Polen.
Auf ihrem neuesten Album Den svenska vreden (Der schwedische Zorn), erschienen bei Medication Time Records (BRUIT ≤, Glassing), erforscht sie Gefühle von Isolation und Wut in collagenartigen Klanglandschaften aus verfremdeten Feldaufnahmen, mobilen Erinnerungen, digitalem Müll, dunkler Elektronik und heulenden Chören, während sie zwischen Harmonie und Lärm schwankt. Sie stellt lyrisches Songwriting und disruptive Experimente nebeneinander, um das Ganze in all seinen Facetten widerzuspiegeln.
Den svenska vreden wurde aufgenommen und produziert mit ihrem langjährigen Kollaborateur Henryk Lipp (Anna von Hausswolff, Millencolin), mit dem sie auch ihr Debütalbum Helvetesdagar produzierte. Die schwedische Gaffa bezeichnete dieses als „ein durchweg kompromissloses, filterloses, ehrliches, mutiges und meisterhaftes Album“.
Seit der Veröffentlichung im Jahr 2019 tourte sie allein sowie als Support für BIG|BRAVE und Esben and the Witch durch Europa und spielte in renommierten Venues und auf Festivals wie dem Roadburn, der Berghain Kantine in Berlin, dem Electrowerkz in London und dem Petit Bain in Paris.