ZEA / ZE4
- Arnold de Boer (Niederlande): Gitarre, Gesang
- Xavier Charles: Klarinette
- Harald Austbø: Cello
- Ineke Duivenvoorde: Trommel
Zea greift die Zeit, dehnt sie, treibt die Rhythmen in pulsierende Kreise, zieht die Klänge aus dem Boden und lässt die Texte aus den Fußspitzen aufsteigen. In lichem fol beloften (Ein Körper voller Versprechen) wird zu einem Tanz, der die Körper verzaubert, den Schmerz vertreibt und den Tod in Schach hält. Eine Kadenz aus Perkussion und Streichern, eine minimale Trance aus Gitarre, Cello, Klarinette und Schlagzeug.
Reviews
„Man muss die friesischen Texte von Zea nicht zwingend genau verstehen, um von dieser hautnahen poetischen Sensibilität berührt zu werden... Die Klarinette von Xavier Charles illustriert die Emotionen, verstärkt, dämpft, schlängelt sich an den Worten entlang, weit mehr als eine bloße Begleitung, in ständiger Neuerfindung! Es ist eine psychologische Landschaft, die im Rhythmus der wilden Gitarre von Arnold de Boer vorbeizieht. Waiting. Lieder über die Achtsamkeit für den anderen, für dessen Schmerz. Als jemand, der die Menschlichkeit kartografiert, die wir umarmen sollten, wählt Arnold de Boer auch Schriftsteller aus verschiedenen Ländern, die von so etwas wie dem Sinn des Lebens erzählen, von dem Gepäck, das man trägt – ein zeitgenössischer Du Bellay. Zea absorbiert das Leben und gibt es in Form von Geschichten für den Tag und die Nacht zurück. Eine verblüffende Aufmerksamkeit für die Welt. Unbedingt bewahren, falls man sich verirrt.“
https://lagazettebleuedactionjazz.fr -- Anne Maurellet
„Zea, bis auf die Knochen reduziert. Es ist fast nackt. Eine Stimme, eine Klarinette, ein Cello, eine Trommel, eine Gitarre. Und doch fehlt nicht das Geringste, um poetische Schlachten zu schlagen. Schauer durchs Friesische. Zea formt aus seiner Muttersprache gutturale Gedichte über die Versprechen des Körpers, über die Zeit, die man braucht, um trotz des Regens auf andere zuzugehen, über die Dringlichkeit des Lebens, die uns seine Grenzen vergessen lässt. Die Sprache wird mit der Stichsäge zerlegt, den Mund voller Steine, untermalt von einem einfachen, auf der Gitarre gehämmerten Riff. Erhoben in den Rang einer erlesenen Elegie durch die Gnade des bescheidenen und präzisen Spiels von Xavier Charles, einem alten Weggefährten von The Ex und einem Klarinettisten, dessen Humanismus längst bewiesen ist. Zea geht so seinen Weg, auf menschlicher Augenhöhe, voller Eigensinn und Körnung, mit Texturen, die an mittelalterliche Miniaturmaler erinnern. Ein kleines, brüderliches Theater.“
https://pointbreak.fr/luz-2025-chroniques/#jour3