Montage_IN NOMINE PATRIS_Galilläakirche_0146
Sa. 14.02.26
So. 01.03.26
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 16:00 - 21:00h, Sa-So: 12:00 bis 19:00h
Eintrittspreis: Eintritt frei
Beschreibung des Events:

Mit DER RAUM DES UNBEHAGENS zeigt der Medienkünstler und Fotograf Julian Kirschler die sich drängenden gesellschaftlichen und politischen Konfliktfeldern der Gegenwart.

Inmitten des sakralen Raums verdichten sich Installation, Fotografie, 3D-Animation, KI-basierte Bildwelten und eigens komponierte Soundscapes zu einem vielschichtigen Erfahrungsraum, der nicht auf Distanz setzt, sondern körperlich und emotional involviert. Ausgangspunkt der Ausstellung ist Kirschlers fortlaufende Werkserie DER RAUM DES UNBEHAGENS, die aus seiner 2022 realisierten Installation In Nomine Patris hervorging; einer künstlerischen Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch innerhalb kirchlicher Strukturen.

In der Galiläa-Kirche wird dieses Thema erweitert und aktualisiert: Macht, Gewalt, Manipulation, Verschwörungsglauben, Hate Speech, Krieg und die Erosion demokratischer Werte werden als miteinander verwobene Phänomene erfahrbar gemacht. Kirschlers Arbeiten operieren bewusst im Spannungsfeld von Ästhetik und Zumutung. Hochästhetische Bilder und präzise choreografierte Klangräume stehen im Kontrast zu den behandelten Inhalten – und verstärken gerade dadurch das Unbehagen.

Der Kirchenraum wird nicht bloß bespielt, sondern semantisch aufgeladen: als Ort moralischer Verhandlung, historischer Schuld und gesellschaftlicher Verantwortung. Zentral für Kirschlers künstlerische Praxis ist der Anspruch eines multisensorischen, barrierearmen Zugangs.

Über Soundlandschaften, die über Kopfhörer zu hören sind, und unterschiedliche mediale Ebenen entsteht für jede Besucherin und jeden Besucher eine individuelle Wahrnehmungssituation. DER RAUM DES UNBEHAGENS versteht sich damit weniger als Ausstellung im klassischen Sinn denn als Erfahrungsraum, der zur Selbstbefragung und zur kritischen Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Macht- und Weltbildern einlädt.


Veranstaltungshinweis

Am Sonntag, den 15. Februar findet um 15:30 Uhr ein Gespräch zwischen dem stellvertretenden Chefredakteur der Kunstzeitschrift Monopol, Sebastian Frenzel, und Julian Kirschler statt. Der Eintritt ist frei.


Über den Künstler

Julian Kirschler lebt und arbeitet in Pforzheim, Berlin und Schwarzenberg im Bregenzerwald. Seine Arbeiten beschäftigen sich seit vielen Jahren mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen und der Fragilität demokratischer Systeme.

Instagram Page: www.julian-kirschler.com