Vor 10.000 Jahren begannen die Menschen, sesshaft zu werden und Frauen an den Herd zu verbannen. Raus aus der Gesellschaft, raus aus dem Diskurs und raus aus den Parlamenten. Für die Kirche war es nach dem „Sündenfall“ leicht (damals neben der Philosophie und den Naturwissenschaften), die Abwertung der Frauen zu begründen und zu manifestieren. Ist die Bibel doch eine lang geschätzte Ratgeberlektüre.
Leider hat die fast ausschließlich auf Gewalt und Unterdrückung beruhende Herrschaft einer kollektiven Männlichkeit unsere Welt an verschiedene Kipppunkte gebracht. Klimakollaps, Kriege, Hungerkatastrophen. Aktuell kann u. a. durch die Veröffentlichung der Epstein-Files und die völlig außer Kontrolle geratenen Machtexzesse in den kapitalistischen Hochburgen der Welt der Zusammenbruch der Zivilisation in Echtzeit beobachtet werden. Das Oligarchentum, die Tech Bros und die Kanzler dieser Welt beweisen ihre Verstrickung und gegenseitige Deckung auf unerträgliche Weise tagtäglich.
Zeit für Veränderung und Solidarität
Und nun? Wir wissen, dass die Unterordnung der Frau nicht natürlich oder göttlich begründet ist, der Irrweg lässt sich ändern. Kultur lässt sich ändern. Es ist Zeit aufzustehen und den Lauf der Geschichte zu formen. Egalitär und solidarisch statt anonym und streng hierarchisch. Kooperation statt Aggression.
Dieser 9. März ist der Startpunkt für eine intersektionale Revolution. Setzen wir uns an die Tafel, gemeinsam zu einem Ersten Abendmahl, und reden. Überlassen wir die Lohn- und Care-Arbeit denen, die am meisten davon profitieren. Wir tauschen uns aus und schmieden Pläne.
Am Montag, dem 9. März 2026, zum Frauen*streiktag, von 12:00 bis 18:00 Uhr, öffnen wir den Raum und die Tafel in der Galiläakirche und möchten Frauen, Freund*innen, Interessensgruppen aus der Umgebung, dem Kiez und der Stadt einen Platz an der Tafel anbieten. Essen und Trinken kann mitgebracht werden.
Kontakt:
Petra Konschak: muckensausen@icloud.com