Eine freie Republik für drei Tage: T.A.T.V. kehrt zurück! Das interdisziplinäre Musikfestival
Temporary Autonomous Tele Vision tarnt sich als temporäre Fernsehstation und sendet rund um die Uhr Konzerte, Performances und Interventionen aus den Bereichen Echtzeitmusik, elektroakustischer Improvisation und Experimentalfilm – live zu erleben in der Galiläakirche Friedrichshain und auf Twitch. Das Festival versteht sich als audiovisuelles Experimentierfeld – als Expanded Television – und eröffnet damit Räume, um die allmächtige Aufmerksamkeitsökonomie kritisch zu hinterfragen.
Mit T.A.T.V. #6 geht das Projekt ins sechste Jahr. Die Kuration dieses kryptisch-enigmatischen Projekts war von Beginn an schwer einzuordnen: absurde Talkshow-Formate, Vorträge über Tierlaute, Noise und Alan Turing, raumgreifende Soundinstallationen, zweistündige radikale Piano-Improvisationen, Experimentalfilm. T.A.T.V. #6 hat wiederum den Anschein einer „ganzheitlichen“ Kuration jenseits gängiger Konzert- oder Event-Formate. Die neu gestaltete Galiläakirche als Spielort bietet dabei Anreize zu ortsspezifischer Arbeit.
Line-up
Mit dabei sind: John Bock, Liz Kosack, Kris Limbach, JD Zazie, Ployz, Teresa Riemann, Jasmine Guffond, Maria Camila Agudelo, Niko de Paula Lefort.
Projektleitung: Kris Limbach
Produktionsleitung: Mariana Hoyos
Gefördert vom Musikfonds e.V. mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Programm
Freitag, 29. Mai
- JD Zazie – Performance
- Ployz & Kris Limbach – Signal Ruins
- Jasmine Guffond – sound sculpture, national interests, 2026
Samstag, 30. Mai
- Maria Camila Agudelo – Installative Performance
- Teresa Riemann – Performance
- Niko de Paula Lefort – Kinship Radio Bahia
Sonntag, 31. Mai
- John Bock & Kris Limbach – Next Quasi Complex
- Liz Kosack – Performance