Poster: Für Immer 16 – Film & Kurz-Konzert mit Brezel Göring
Mi. 02.09.26
Beginn: 20:00 Uhr
Doors: Einlass: 19:30 Uhr
Eintrittspreis: Abendkasse: 15 €
Beschreibung des Events:

Mit: Lilith Stangenberg, Chang Wang, Mücke, Twiggy und Anton Garber

Der Film erzählt die Geschichte von Charlotte, Helena und Oskar, die sich nach langer Zeit wieder treffen und gemeinsam in den Urlaub fahren. Charlotte ist reich, sie hat als Schauspielerin Karriere gemacht und sie lädt Helena und Oskar ein, die bitterarm sind. Die drei waren früher die Experimentalfilmgruppe „Für immer 16“ und hatten sich heillos zerstritten. Im Urlaub brechen Neid und Eifersucht erneut aus und nehmen sogar an Schärfe zu, als Rudolph in ihr Leben tritt. Sie beschließen – wie früher – einen Undergroundfilm zu drehen: Demenzia, eine männermordende Serienkillerin, soll unentwegt Typen umbringen, die allesamt von Rudolph gespielt werden.


Brezel Göring zum Film:

„Der Film „Für immer 16“ beruht auf einem Roman von Françoise Cactus. Sie hat sich vorgestellt wie es wäre alt zu sein und die Kumpels von früher wiederzusehen: also Science-Fiction, bezogen auf die Individualpsychologie. Sie machen da weiter, wo sie aufgehört haben: 1. sie drehen einen Film und 2. sie zanken sich! Neben den Rivalitäten und Streitereien stellen sich auch grundsätzliche Fragen: wie altern Subversion, schwarzer Humor, Antimoral, Genderidentitäten, Feminismus, jugendliche Fundamentalopposition? Und wie kann man verhindern, dass Subversion Teil des Mainstreams und der Verwertungskultur wird? Die drei Hauptpersonen stehen für unterschiedliche Formen des Scheiterns: Charlotte kommerzialisiert sich, Helena verbittert über der Erfolglosigkeit und Oskar gibt resigniert die Kunst auf.

Die fiktive Kunstgruppe, um die es geht, drehte Super-8-Filme. Dieses preiswerte Format, ursprünglich für den Heimgebrauch und Urlaubsfilme entwickelt, wurde das Symbol kultureller Dissidenz und die Ästhetik des antikommerziellen Widerstands jenes Zeitalters, in dem dieses dilettantisch-geniale Trio aktiv war. Der Film „Für immer 16“ wurde ebenfalls auf Super-8-Material gedreht. Das Leben der ProtagonistInnen zeichnet sich durch den rauen, grobkörnigen Charme, die traumgleiche Unschärfe und die Indifferenz des Amateurformats aus. Die Umwertung der Werte findet auch an der Peripherie statt.“


Die Musik im Film

Der gesamte Film ist mit Musik von STEREO TOTAL unterlegt. Dadurch ist – transportiert durch ihren Gesang – Françoises lustig-freche Art zu Denken gegenwärtig und der Klang ihrer Stimme verbreitet die respektlos-heitere Subversion, für die sie ihre Fans geliebt haben.

Vor dem Film spielt Brezel Göring ein paar Musikstücke zur Einstimmung. Wir freuen uns darauf!